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Wandern Zum Pfaffenstein

Königstein - Quirl - Obere Quirlpromenade - Pfaffenstein - Pfaffendorf - Königstein = 8km, 3 Std.



Markierung: roter Punkt bis zum Pfaffenstein; Anstrengender Weg, große Höhenunterschiede

Von der historischen Postmeilensäule "Am Frosch" führt die Markierung die Bielatalstraße und die steile Cunnersdorfer Straße an der Gaststätte Charlottenburg vorüber zum Kirchleitenweg, der als bequemer Waldfahrweg die Bielahänge unterhalb des Quirl quert. An der NO-Ecke dieses Felsplateaus liegt der Diebskeller, die größte Höhle der Sächsischen Schweiz (29 m lang, 8 m breit 4 m hoch). Auf der Oberen Quirlpromenade wandert man am Fuße der Felswände entlang, die an verschiedenen Stellen kleinere und größere Höhlen bergen. Am bekanntesten sind die beiden Sterlhöhlenbenannt nach einem legedären Räuberhauptmann.

 

Das geschlossene Gipfelplateau des Quirl bedeckt eine ziemlich starke eiszeitliche Lehmdecke, die um 1800 landwirtschaftlich erschlossen wurde. Solange die Festung Königstein eine militärische Bedeutung besaß, war das Quirlplateau gesperrt. Der alte Plattenweg an der Südseite und eine steinerne Pferdetränke stammen noch aus dieser Zeit.


Der Pfaffenstein ist unter den Tafelbergen der interessanteste mit einer Vielfalt an touristischen und historischen Sehenswürdigkeiten. An dem Zugangsweg an der Westseite bemerkt man am Hangwald einen etwa 200m langen urfeschichtlichen Wall (geschütztes Bodendenkmal). Bodenfunde auf dem Gipfel des des Pfaffensteins, der teilweise mit eiszeitlichem Lehm bedeckt ist, belegen, daß bereits eine menschliche Ansiedlung in der Bronzezeit (Lausitzer Kultur) bestanden hat.

 
 
 

Touristisch wurde der zerklüftete Felsen erst ab Mitte des 19.Jahrhunderts erschlossen. Dort, wo sich der Aufstiegsweg gabelt befindet sich an glatter Felswand ein Medaillon Karl Gottlob Jäckels, des touristischen Erschließers des Pfaffensteins. Die Anlage des romantischen Klammweges sowie der Bergwirtschaft geht auf das Jahr 1904. Eine Wegtafel vor dem Gasthaus weist auf die verschiedenen touristischen Sehenswürdigkeiten hin.

 

Zum Aussichtspunkt an der Südseite gelangt man durch eine enge Felskluft auf den "Wilden Paffenstein". Hier erhebt sich die markante Felsnadel der 43 m hohen Barberine. Sie wurde 1905 erstmals bestiegen und galt bis 1975 als einer der begehrtesten Kletterziele. Von diesem Zeitpunkt an wurde die Barberine zum geologischen Naturdenkmal erklärt und für den Klettersport gesperrt. Verschiedene Blitzeinschläge hatten trotz mehrfacher Sanierungsarbeiten den oberen Gipfelkopf so stark zerstört, daß die Sicherheit der Bergsteiger nicht mehr garantiert war. Am Pfaffenstein befinden sich heute 32 anerkannte Klettergipfel, besonders an der Nord- und Westseite.

Weitere interessante Punkte, die durch Steiganlagen zugänglich sind, befinden sich in der Nähe der Gastwirtschaft. Auf einer hohen Terrasse in den Ostwänden liegt die Goldschmiedhöhle, in der 1854 ein Papiergeldfälscher seine Werkstatt aufgeschlagen hatte. Bei einem weiteren markierten Rundgang kommt man am Nixensee vorüber. Beachtenswert sind die verschiedenen Verwitterungsformen des Sandsteins auf dem Gipfelplateau, denen der Volksmund treffende Bezeichnungen gegeben hat wie Hafersäcke, Pfaffenmützen, Opferschalen und ähnliche.


Der 1898 angelegte, mit Eisenleitern und Geländern gut gesicherte Weg durch das Nadelöhr leitet den Wanderer steil hinab nach Pfaffendorf. Dieses anmutige Reihendorf, das von vielen schmucken Wohn- und Ferienhäusern geprägt wird, zieht sich steil hinab nach Königstein. Durch die Häuserzeile an der Potatzschke (slaw. Wasserrinne) erreicht man bald darauf den Ausgangspunkt.






 
 
 
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