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Wandern - Kurort Rhaten zur Bastei

Kurort Rathen - Basteiweg - Bastei- Schwedenlöcher - Amselgrund - Kurort Rathen = 6 km, 2,5 Std.


Markierung: blauer Strich (EB-Weg) und roter Punkt (bis Bastei), Amselgrund nicht markiert; Steile Auf- und Abstiege und touristische Steiganlage in den Schwedenlöchern.

Wir empfehlen eine Rast in der Waldgaststätte "Steinerner Tisch" am Wanderweg nach Stadt Wehlen, wo einst August der Starke für seine Jagdgesellschaft tafeln ließ. Die Gaststätte hat ab Ostern bis 31.10. täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und in der übrigen Zeit des Jahres an den Wochenenden 11 bis 17 Uhr. Auf Anfragen 035024.79352 auch ganz nach Ihren Wünschen und Bestellungen für Ihre Wandergruppe.

 
 

Der Basteiweg beginnt mitten im Ort gegenüber der Gaststätte Amselgrundschlößchen. Der seit 1825 bestehende Weg überwindet 190 m Höhenunterschied bis zur Bastei. Er bietet in seinem Verlauf prächtige Blicke auf den Rathener Felsenkessel mit solchen markanten Klettergipfeln wie Talwächter, Lokomotive und an der Kleinen Gans. Am Mönch, einem beliebten Kletterfelsen mit blechernem Gipfelzeichen, tritt der Weg in die Felsen ein.

 

Vorher kann man noch von einem Aussichtspunkt am Tiedgestein (Rosenbettfels) ins Elbtal hinunterblicken. Der teilweise in den Felsen gehauene Weg gehörte - ebenso wie der Mönchfelsen - zu der ausgedehnten Burganlage Neurathen, die auf einem Rundgang besichtigt werden kann. Durch das Neurathener Felsentor betritt man die 76 m lange, steinerne Basteibrücke, die seit 1851 die "Mardertelle" überbrückt und als Technisches Denkmal geschützt ist. Der elbseitig gelegene Felsen der Großen Steinschleuder mit einer langen, künstlichen Stufenreihe gehörte ebenfalls zum Befestigungssystem der Burg Neurathen.

Inschriften an der Felswand erinnern an die beiden klassischen Erschließer der Sächsischen Schweiz, Götzinger und Nicolai, sowie an den sächsischen Hoffotografen Hermann Krone, der hier erstmalig "mit Licht malte". Vom seitlich gelegenen Aussichtspunkt Ferdinandstein, der vom Ende der Basteibrücke zu erreichen ist, bietet sich ein eindrucksvoller Blick über den schroffen Wehlgrund mit seinen zahlreichen Felstürmen - ein stark besuchtes Gebiet der Bergsteiger. Unmittelbar vor der Aussicht erhebt sich der Große Wehlturm, einer der bedeutendsten Rathener Klettergipfel mit zahlreichen Anstiegen bis zur höchsten Schwierigkeitsstufe.

 
 
 

Links davon befindet sich die Vogeltelle, ein steiler Felskessel, durch den von 1812-1825 der alte Aufstieg zur Bastei führte. Der Blick von der 305 m hohen Felsplattform der Bastei - 190 m über dem Elbspiegel gelegen - ist weltberühmt. Der Blick reicht vom tief eingeschnittenen Elbtal über die Ebenheiten und Tafelberge bis hin zu den runden Kuppen des Böhmischen Mittelgebirges und dem Osterzgebirge. Die beeindruckende Felsszenerie in der unmittelbaren Umgebung vermittelt einen hervoragenden Einblick in die Landschaft und bringt den Besucher in direkten Kontakt mit den Felsen wie kaum an einer anderen Stelle der Sächsischen Schweiz.

 

Die blaue Strichmarkierung führt am Rande des großen Parkplatzes auf bequemen Waldwegen zum oberen Eingang in die Schwedenlöcher (Schutzhütte). Empfehlenswert ist von hier ein Abstecher (5 Min.) zum Wehlgrundblick. Das 1938 erklärte Naturschutzgebiet Bastei umfaßt nach verschiedenen Grenzkorrekturen heute üher 800 ha schützenswerte Wald- und Felslandschaft und gehört seit 1991 zum Nationalpark Sächsische Schweiz.

Vom Besucher dieser Landschaft wird deshalb ein entsprechendes umweltgerechtes Verhalten erwartet. Der 1886 angelegte Weg durch die romantischen Schwedenlöcher, die ihren Namen von den Verstecken der Bevölkerung während des Dreißigjährigen und des Nordischen Krieges erhalten haben, überwindet eine Höhendifferenz von 170 m auf ziemlich kurzer Wegstrecke.

 
 
 

Hier sind die Struktur des Sandsteines der Sächsischen Schweiz, die Schichtung und Klüftung, der Aufbau und die Zerstörung, das Werden und Vergehen der Landschaft gut zu heobachten. Das gilt besonders für den unteren Teil, wo sich der Blick auf den Kletterfelsen "Schwedenturm" öffnet und der Weg durch ein Felsengewirr windet, und ebenso für die letzte lange Stufenanlage in den Amselgrund, von der aus die Erosionsschäden am Talhang unterhalb der Felsen deutlich zu erkennen sind. Auch am unteren Ende der Schwedenlöcher lohnt ein Abstecher, diesmal in den Amselgrund aufwärts bis zum Amselfall (5 Min.). Der aus dem Granitgebiet kommende und daher ständig Wasser führende Grünbach begleitet den anschließenden Weg, am Amselsee vorüber, nach Kurort Rathen.

 
 
Hotline: +49(0)35022 53 100